Jacob ist der König des Campus: die Jacke mit dem Buchstaben „U“, das Gefolge im Rücken, Priscilla am Arm. Simon ist der, den man leichter übersieht. Drei Jahre lang verbindet sie nur eines — das, was keiner laut auszusprechen wagt.
Von außen ist es Schikane. Aber Simon hat längst aufgehört wegzulaufen. Je härter man ihn bricht, desto fester klammert er sich an die einzige Erklärung, die er hat: Wenn sein Peiniger immer wieder zurückkommt, dann bedeutet er ihm doch etwas. Der Schmerz wird zum Beweis. Ein Gift, das er freiwillig trinkt.
Und dann wechselt das Gift den Besitzer. Wenn der König nicht nimmt, was man ihm gibt, dann nimmt sich Simon den König selbst — und zum ersten Mal seit drei Jahren diktiert der die Regeln, der immer geschwiegen hat.
The Edge of Stigma ist eine Dark Romance, ein Psychothriller über Mobbing, über Macht, die von Hand zu Hand geht, und über ein Begehren, das sich nicht vom Hass unterscheiden lässt. Hier gibt es keine Liebe, die alles heilt — es gibt Homophobie, Schweigen und einen Preis, den beide zahlen.